Montag, 6. Juli 2015

Hellas von Sinnen

Die Hellenen haben gestern im Referendum mehrheitlich mit NEIN gestimmt. Auch wenn ich die Beleidigungen von Finanzminister Yanis Varoufakis missbillige, so bin ich auf der Seite der Griechen und freue mich über den Ausgang. Es ist gut, dass ein kleines Land der internationalen Hochfinanz die Stirn bietet und deren Strukturen erschüttert. Griechenland kann nur ohne Knebel wieder auf die Beine kommen. Du kannst Dir nun mal keine Muskeln anhungern. Vielen Deutschen ist gar nicht bewusst, was wir alles abverlangt haben. Laut Peer Steinbrück müssten wir in der BRD jährlich rund 170 Milliarden Euro einsparen, wenn man die Forderungen auf Deutschland übertragen würde. Da wäre hier der Teufel los. Klar haben die Griechen miserabel gewirtschaftet und waren wahrscheinlich nie reif für die gemeinsame Währung. Aber wir haben es gewusst. Und wir haben wider besseren Wissens zu verantworten, dass das viele Geld bewilligt wurde. Die Gläubiger-Banken sind ihrer Pflicht zur Kontrolle der Sicherheiten nicht genug nachgekommen und haben somit den Knock-out verschleppt. Tja der Euro war eben auch ein Prestige-Objekt. Und aus dem französischen stammend, steht es für Blendwerk.

Ich drücke dem griechischen Volk die Daumen und hoffe, dass die Geldgeber aus ihren Fehlern lernen und nicht den Untergang in Kauf nehmen, nur weil es eine linke Regierung ist. Ich bin mir jedoch sicher, dass sie es Griechenland schwer machen werden, weil sie einen Dominoeffekt auf die anderen ärmeren Länder der EWWU befürchten. 

Herzlichst Euer Michael Serve

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